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Atemübungen des Yoga als Burnout-Vorbeugung

Yoga ist eine sehr umfassende Sammlung aus Übungen und Selbsterfahrungen. Alles in einen Blog-Beitrag zu packen wäre vermessen. Deshalb betrachten wir heute nur einen Aspekt des umfangreichen Yoga-Wissens: die Atmung. Dieser Teil der östlichen Kenntnisse versucht Körper und Geist durch Atemübungen zusammen zu bringen und heißt Pranayama. Prana ist die Lebensenergie, Ayana die Kontrolle darüber.

Sie wissen sicher, dass der Mensch aus unzähligen Muskelpaketen besteht, die sich über seinen ganzen Körper erstrecken. Manche spüren wir erst nach einseitiger und ungewohnter Belastung als so genannten Muskelkater. Wenn wir atmen, stehen uns ganz unterschiedliche Muskelgruppen zur Verfügung, auch wenn wir die einzelnen Bereiche nicht so bewusst wahrnehmen. Unsere Atmung wird von vier Muskelgruppen unterstützt, den Bereichen im Zwerchfell, in der Brust, im Bauch und im Beckenboden.

Unsere Emotionen werden von unseren Muskeln gespiegelt

Wer die vier Muskelgruppen getrennt betrachten kann, wird aus ihrer Beanspruchung auf unsere emotionalen Zustände schließen können. Mit welchen Bereichen wir atmen, verrät, wie unsere physischen und psychischen Kräfte zusammen wirken.

Wenn man die für die Atmung zuständigen Muskelgruppen so analysieren kann, ist es auch möglich, die Muskelbereiche getrennt zu trainieren. So lässt sich unter Anleitung von Fachleuten Lebensenergie kontrolliert trainieren, denn ohne regelmäßige Atmung wäre menschliches Leben stets bedroht. Die Selbstkontrolle dient dem Ausgleich von Körper und Geist, egal ob unterbewusst oder bewusst durchgeführt. Kann man beides besser in den Griff bekommen, verringert sich die Gefahr, in Stressfallen zu geraten, deutlich.

Eine weitere Strömung im Yoga betrachtet die gestressten Manager und befasst sich mit Methoden, die im Stressabbau hilfreich sind. Im Kundalini Yoga wird der Manager in der Mitte eines Sandwiches gesehen, der zwischen Chefs, Mitarbeitern und sonstigen Anforderungen den Ausgleich sucht. Findet er ihn selbst, ist alles gut. Gelingt ihm das nicht, braucht er Hilfe von außen.

Mit der Ruhe kommt die Kraft zurück

Aus all dem Stress ausbrechen und in einem Kloster Ruhe finden? Wer möchte das nicht? Das ist gar nicht so kompliziert wie man zunächst denkt. Viele Klosterbereiche bieten heute Formen der Entschleunigung an und helfen damit dem modernen von Stress geplagten Menschen. Dabei gibt es unterschiedliche Konzepte. Manchmal genügt bereits die Ruhe der klösterlichen Umgebung um zu sich zu finden, sich zu sortieren und mit neuer Kraft wieder in den Alltag zu starten.

Für alle, die Unterstützung brauchen, gibt es konkreter gefasste Angebote, nicht immer als Gegensteuern bei Burnout ausgeschrieben und das an vielen Orten Mitteleuropas. Ein wenig Recherche im Internet kann sich hier schnell auszahlen.

Kontemplation, der westliche Weg zu fernöstlicher Mystik

Stichwort für viele Seminare ist „Kontemplation“. Das ist der westliche Begriff für Meditation und sein Kern liegt in der Bedeutung Beschaulichkeit. Die Verbindung von östlicher Weisheit und westlichem Zurückziehen in Stille und Kraftgewinnung funktioniert, wie man von Besuchern solcher Veranstaltungen hören kann. Sie müssen nichts leisten, Sie werden gehalten.

Wird die Kontemplation konsequent durchgeführt, dann müssen der Wille, der Verstand und das Gefühl zurückweichen. Nach Anleitung der Referenten kommen die Teilnehmer zum Schweigen und schöpfen dabei neue Kraft, können Stress und Anspannung loswerden.

Orte solcher Entschleunigungs-Kurse im Kloster findet man praktisch überall. Eine kurze Suche im Internet lieferte uns so ganz schnell ein paar Adressen, etwa Kloster Arenburg in Koblenz an Rhein und Mosel, Kloster Kirchberg bei Sulz am Neckar, das Franziskanerkloster Dietfurt am heutigen Main-Donau-Kanal oder das Benediktiner-Kloster Bursfelde an der Weser. Suchen Sie sich das Konzept aus, das am besten Ihrer momentanen Situation entspricht, finden Sie das optimale Rahmenprogramm. Kehren Sie sich nach ein paar Tagen oder Wochen als frischer Mensch wieder zurück in Ihren Alltag.

 

Mehrere Stufen zum Burnout

Gerät jemand in den Zustand des ausgebrannt Seins, so läuft das in mehreren Stufen ab. Man rutscht immer tiefer in das Krankheitsbild hinein, bis das völlige Burnout erreicht ist. Soweit sind alle, die sich mit der Thematik befassen, ziemlich einer Meinung.

 

Schwieriger wird es, wenn man die einzelnen Stufen benennen und beschreiben möchte. Da kein Fall von Burnout verläuft wie die anderen, sind auch die einzelnen Etappen und deren Dauer höchst unterschiedlich.

 

Die heute weit verbreitetste Methode, Burnout zu diagnostizieren entwickelte Professorin Christina Maslach mit Susan E. Jackson in den USA bereits 1981. Die Fachfrauen entwarfen dazu 22 Fragen, mit deren Hilfe es möglich sein soll, den Grad der Betroffenheit zu ermitteln. Das beginnt mit Fragen nach finanzieller Verunsicherung, Unsicherheit am Wohnort oder mit der Gesundheit sowie in Familie und Partnerschaft und geht dann über zu Fragen des Arbeitsumfeldes und damit verbundenen Stress-Situationen.

 

Früherkennen kann den Heilungsprozess verkürzen

 

Analytiker, die die Stufen zum Burnout in sehr kleine Schritte aufgliedern, kommen dabei auf bis zu 30, andere auf zwölf. Bei einer eher groben Gliederung, die man auch häufig antrifft, werden die Stufen auf drei reduziert. In der Anfangsphase nimmt der Betroffene die Bedrohung durch Burnout noch nicht wahr, stürzt sich in Aktivitäten und macht sich unentbehrlich. Leistung hat einen sehr hohen Stellenwert, sie mischt sich aber auch mit Aggressivität, – wohl gegen alle, die den beginnenden Ausbrenner an seinen Leistungsmöglichkeiten hindern möchten.

 

Anders in der Folgephase, wo die Leistungsfähigkeit des Betroffenen abnimmt und ihn zunehmend unzufrieden macht. Er hat das Gefühl, dass ihm die Zeit verrinnt und, da er sein Pensum nicht mehr schafft, verzichtet er auf private Ansprüche und betreibt keine eigenen Interessen mehr. Das Burnout-Syndrom macht die Patienten in dieser Phase passiv. Von Panikattacken verfolgt, gerät der Betroffene in die Endphase. In positiven Fällen sucht er sich nun Hilfe, in negativen erwägt er zumindest einen Selbstmordversuch. Eigene Ziele lassen sich nicht mehr verfolgen, Hoffnungslosigkeit macht sich breit.

 

Wenn es diese Stufen gibt, dann sollten wir, die wir uns mit dem Symptom befassen, versuchen, die Betroffenheit möglichst schon zu erkennen, wenn der Patient sein Burnout noch nicht über die Folgephase hinaus entwickelt hat. Je früher die Zeichen wahrgenommen werden können, desto leichter ist es, noch einmal die Kurve zu bekommen.

Aktuelles Intensivseminar zur Stress- und Burnoutbekämpfung im 2. Quartal 2012

Das wichtigste Kapital ist Ihre Gesundheit und die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter!

In den nächsten 2 Monaten planen wir ein Intensiv-Seminar im Stuttgarter Raum mit Rima Redmann, in dem ihre Methode rimotion® vermittelt wird.

Die von Rima Redmann entwickelte Methode rimotion® richtet sich an Unternehmer und Angestellte, die ihren Umgang mit Stress verbessern wollen und Burnout-Prävention betreiben möchten. In dem 2 1/2 Tage Intensiv-Seminar lernen Sie oder Ihre Mitarbeiter die Methode kennen, die auf über 25 Jahren Erfahrung von Rima Redmann beruht. Sie können das dabei vermittelte Handwerkzeug sofort nach dem Seminar anwenden und dann überall selbständig durchführen. Somit handelt es sich um ein äußerst effektives Training mit sofortiger Anwendbarkeit.

Gesundheitsmanagement bei Stress und Burnout

Emotionaler Druck und Frustration sind oft Ursache für Erschöpfung. Die Methode hilft Ihnen dabei, Gestresst-Sein, Ärger und andere Blockaden aufzulösen und in positive  Energie und spürbare Kraft zu verwandeln. Zudem wird mehr Ruhe und Gelassenheit erreicht, was sich positiv auf die Work-Life-Balance auswirkt.

Falls Sie interessiert sind, innerhalb der nächsten 2 Monate sich selbst oder Ihren Mitarbeitern etwas Gutes zu tun und an dem Seminar teilzunehmen, haben Sie die Möglichkeit, bis zum 3. Mai 2012 ein Wochenende als Wunschtermin anzugeben, damit dieses in der Planung mit berücksichtigt werden kann.

Bitte melden Sie sich unter: redmann@rimotion.de oder 0 41 54 / 79 42 80 oder auch bei mir direkt!

Im Märzen der Bauer sein Burnout bekämpft

Man hält Burnout ja oft und gerne für eine Managerkrankheit und vergisst dabei allzu leicht, dass das auch Hausfrauen betreffen kann oder engagierte Ehrenamtliche. Kaum in Erwägung ziehen würde man eine solche Gefährdung beim Landwirt. Doch auch hier ist unser Thema anzutreffen, wie wir einem Beitrag in der Augsburger Allgemeinen entnehmen. Im Februar diesen Jahres hatte Gabriele Wiest vor einer Versammlung von Landwirten im nördlichen Schwaben von dieser Gefahr berichtet. Die Systemische Beraterin beschrieb allgemein, wie man Burnout erkennt und was man unternehmen kann, damit es einen nicht beherrscht. Drastisch schilderte sie dabei, dass in Extremfällen auch der Lebenswillen erlöschen kann.

Betriebsleiter in der Landwirtschaft können genauso betroffen sein von der Gefahr wie engagierte Menschen aus anderen Berufen. Das Aufgabenspektrum wird hier ständig größer und die Bauern müssen sich in immer kürzeren Intervallen neuen Herausforderungen stellen und wirtschaftliche Lösungen für ihre Betriebe finden. Kommen ökonomische Fehlschläge und familiäre Probleme hinzu, kann es schnell bergab gehen mit der Existenzgrundlage.

Selbstkritik und die Freiheit der Gestaltungsspielräume

Selbst sieht man nur selten, welche Auswege sich bieten. Deshalb riet Wiest auch dazu, bei sich abzeichnenden Krisen fachlichen Rat einzuholen. Außenstehende können oft leichter sehen, welche Hilfen man sich verschaffen kann. Manche Aufgaben – auch in der Landwirtschaft – lassen sich delegieren. Das ist in jedem Fall besser als das Aufschieben von Entscheidungen. In anderen Situationen kann man seinen Anspruch an den Grad der Perfektion zurückschrauben.  Ohne eine Analyse seiner Gesamtsituation von Zeit zu Zeit kommt heutzutage wohl niemand mehr aus.

Ein Landwirt im 21. Jahrhundert muss stets darauf bedacht sein, seine körperliche und geistige Fitness zu trainieren. Diese Verpflichtung kann einem niemand abnehmen und sie lässt sich auch nicht delegieren.

Unternehmen als Leuchttürme bei der Burnout-Prophylaxe

Tipps von Arbeitsexperten / Kleine Presseschau

Würden wir stärker auf Fachleute für Burnout und Arbeitsmedizin hören, könnten viele Fälle des ausgebrannt Seins vermieden werden. Auch Personalfachleute wissen von der Problematik: 71 Prozent von ihnen werten den Bereich „psychische Erkrankungen bei Mitarbeitern erkennen“ als ihr zweitwichtigstes Ziel für die Zukunft ein, – nach der Mitarbeiterführung, die 81 Prozent bei einer Studie der BWA erhalten hat. Sie sehen auch, dass die psychische Gesundheit zum bedeutenden Faktor zählt, weil durch psychisch bedingte Ausfälle der drohende Fachkräftemangel noch verstärkt würde.

Kürzlich referierte Sparkassenbetriebswirt Carsten Kupferberg aus Isernhagen vor einem niedersächsischen Gewerbeverein über Burnout. Er sprach dabei die schleichende Entwicklung an und, dass Körper und Geist beim Krankheitsbild Burnout versagen obwohl der Wille noch präsent ist. In seinem Vortrag empfahl der Betriebswirt regelmäßige Pausen, spätestens nach 90 Minuten der Anspannung. Bewegung ist auch wichtig zur Prophylaxe, meinte er, – drei Mal die Woche und dann regelmäßig etwa eine halbe Stunde.

Tun Sie sich regelmäßig Gutes?

Ärztin Nadja Behling aus Hamburg rät auch zu regelmäßigen Pausen und auch dazu, nicht auf Urlaubsfahrten zu verzichten. Zu ihren Vorbeugetipps gehört auch der Hinweis, dass man sich regelmäßig etwas Gutes tun sollte. Kritisch werden die Situationen am Arbeitsplatz, wenn die eigenen Krisenmechanismen versagen. Inzwischen, so die Ärztin, seien psychische Probleme die Hauptgründe für Frühverrentungen von Arbeitnehmern.

Fachärztin Dr. Ramona Stettnisch aus Senftenberg betrachtet auch die Kostenseite: Im Jahr 2009 seien den Unternehmen 6,3 Milliarden Euro durch Burnout-Ausfälle an betriebswirtschaftlichen Kosten entstanden. Die Fachfrau für Psychiatrie und Psychotherapie verweist jedoch darauf, dass nicht nur Manager von Burnout gefährdet sind sondern alle, die sich stark durch ihre Arbeit definieren. „Die Menge macht das Gift“, findet sie. Außerdem vermisst sie die Wertschätzung bei der Arbeit und ermahnt die Betriebe, unbedingt die Kommunikation zu verbessern.

Nach Statistiken der AOK Thüringen dauert eine Grippeerkrankung durchschnittlich 6,5 Tage, im Vergleich dazu eine Erkrankung psychischer Natur 23 Tage. Das betont Dekra-Konzernbeauftragter Sebastian Bartels aus Stuttgart und ergänzt, dass der technische Arbeitsschutz bei uns klar geregelt ist, keine Richtlinien gibt es dagegen bei Gefährdung durch ungesundem Stress. Er findet, dass die Vorgesetzten stärker in die Gesundheitsfürsorge eingebunden werden müssten.

Was machen, wenn die Welt nicht mehr zu ertragen ist?

Ingo hatte eine Bilderbuchkarriere hingelegt und war mit 41 Jahren bereits Vorstand eines Unternehmens und trug Verantwortung für 800 Mitarbeiter. Alle Stufen davor hatte er mit Bravour bewältigt, doch dann wurde es für den Karrieremenschen unerträglich. Symptome wie Ohrenbeschwerden und Halsschmerzen stellten sich ein. Dann war er auf einmal nicht mehr fähig, einfache Dinge zu erledigen wie Einkaufen oder Autofahren.

Zu seinem Glück hat Ingo eine Frau, die ihm nicht nur bei täglichen Dingen half. Birte verstand ihn auch und seine Bedrängnis. Aber damit war die Notlage noch nicht gelöst. Wie sollte das Leben für das erfolgsverwöhnte Paar weitergehen?

Was Ingo Schmitz und Birte Jeß erlebt haben, ist eine wahre Geschichte und – wenn sie nicht von jedem in gleicher Lage auf ähnliche Weise gelöst werden kann – das Paar kann anderen Betroffenen Mut machen.

Eine Weltreise als Befreiung vor dem Burnout

Sie entschlossen sich zu einer „therapeutischen“ Reise: zwei Jahre lang kreuz und quer durch Amerika. Nach einem Auftakt in Kuba durchfuhren sie zunächst Kanada von Ost nach West, dann den Kontinent von Alaska im Norden immer nach Süden bis nach Feuerland. Von der Südspitze Amerikas ging es dann wieder nordwärts über Argentinien nach Brasilien. Sie haben zwischen 2008 und 2010 Abstand von ihrem früheren Leben gefunden und von unterwegs zahlreiche Reiseerlebnisse in ihren Blogs verarbeitet. Dieser ist auf ihrer Website zu finden (www.freigelassen.com).

Alle Wetterextreme haben sie durchlebt. Sie waren in Unruhezonen und haben sich mancherorts mit den Behörden herumgeärgert. Ingo wurde durch diese Erfahrungen wieder stabiler und ist jetzt neuen Aufgaben gewachsen.

Heute lebt das Abenteurer-Paar wieder in Deutschland, aber nicht wie zuvor im turbulenten Hamburg sondern idyllisch an der Mosel. Der ungewöhnliche Reisebericht ist mittlerweile auch zu einem Buch geworden, was kein Wunder ist, da die Globetrotter wieder unter die Unternehmer gegangen sind: Sie haben an ihrem neuen Wohnort Bernkastel-Kues einen Verlag gegründet.

Abschließender Tipp: Bei der NDR-Reihe „das“ wurden Ingo, Birte und ihre ungewöhnliche Geschichte vorgestellt. Das kann man noch im Netz anschauen. Der Link hierzu: http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/das/videos/burnout165.html

Depression und Burnout – die Unterscheidung ist nicht einfach

Wann ist eine Störung eine Depression? Wann liegt ein Burnout vor?

Sie kennen das: Man fühlt sich schlecht, ist antriebslos, möchte alleine sein und dann doch besser nicht. Freunde können einen nicht aufmuntern. Mit dem Schlaf klappt es nicht. Alles geht nur noch mit Muntermachern. Ist man in einer solchen Situation bereits ernsthaft gefährdet? Und wenn ja, was könnte vorliegen: Depression oder Burnout?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die wichtigsten Krankheiten mit ihren Symptomen analysiert. Nach deren Katalog würde eine Depression vorliegen, wenn zwei der folgenden drei Hauptbeschreibungen für mehr als zwei Wochen zutreffen:
- Eine depressive Stimmung des Betroffenen
- Ungewöhnliche Ermüdungserscheinungen
- Verlust von Interessen und Fehlen von Lebensfreude

Dazu kommen müssen auch noch mindestens zwei weitere begleitende Symptome, etwa
- Verminderung an Konzentration und Aufmerksamkeit
- abgeschwächtes Ich-Empfinden beim Selbstwert und eigenem Vertrauen
- nachlassender Appetit
- Schlafbeeinträchtigungen
- Empfinden von Schuld und Wertlosigkeit
- Gedanken an Selbstmord oder Selbstgefährdung
- Angst vor der Zukunft

Was unterscheidet dann Burnout von einer Depression?

Beide Krankheitsbilder sind miteinander verwandt und können gemeinsam vorliegen. Das macht es auch schwer, beide Erkrankungen getrennt zu betrachten. Auf einem Medizinforum zu Beginn dieses Jahres verwies Dr. Peter Nyhuis, Chefarzt aus Wanne-Eickel darauf, dass Burnout keine Depression ist, aber aus einem ausgebrannt Sein eine krankhafte Niedergeschlagenheit entstehen kann. In beiden Fällen können die Betroffenen ihre Ziele nicht mehr verwirklichen. Stets wird auch ein Gefühl von Angst beobachtet.

Wer vom Burnout betroffen ist, wird seinen Einsatz am Arbeitsplatz erst einmal verstärken, Power entwickeln und dafür Privates reduzieren, wozu auch die eigenen Bedürfnisse gehören. Ein unter der Frühphase von Burnout Stehender wird im beruflichen und sozialen Umfeld noch funktionieren können. Diese Entwicklung kann mehrere Jahre dauern, endet dann aber häufig in einem Teufelskreis, aus dem Betroffene alleine nicht mehr heraus kommen. Da hilft es, schon bei ersten Anzeichen mit Freunden und anderen Vertrauten zu reden, sie um Rat zu bitten. Deren Hilfe kann viel zur objektiven Selbsteinschätzung beitragen. Man braucht jemanden, der einem den Spiegel vorhält. Sind solche Hilfspersonen nicht erreichbar oder möchte man sich ihnen nicht anvertrauen, sollte man professionelle Hilfe anfordern.

Ein neues Lebensgefühl durch Burnout-Beratung

Weiland Münchhausen hat versucht, sich an seinen eigenen Haaren aus dem Sumpf zu ziehen. Schenkt man seiner Erzählung Glauben, dann hat er sich so helfen können. Vertraut man jedoch eher den Gesetzen der Physik, dann weiß man: so klappt das nicht. Besser gelingt das mit der Hilfe von Fachleuten.

Wie der Lügenbaron im Sumpf fühlt sich gewiss jeder, der ausgelaugt und antriebslos ist. Was macht man in dieser Situation? Man geht am besten zu jemand, der die Situation kennt. In unserem Fall kann ein Burnout-Berater oder eine -Beraterin helfen, jemand wie Jutta Schmitz (www.jutta-schmitz-change-chance.de), die Praxen in Mönchengladbach und Nettetal hat. Die Therapeutin vom Niederrhein hat bei ihrer Arbeit eines festgestellt: Es gibt ein Stadt-Land-Gefälle beim Aufsuchen von Coaches. Das bedeutet, Städter gehen viel offener mit der Problematik um als Leute abseits der großen Städte, die sich erst sehr spät Hilfe holen, wenn überhaupt.

Beratung nimmt einem viele der Sorgen

Ein erstes Warnsignal für Burnout-Gefährdete sollte nach Therapeutin Schmitz sein: “Wer völlig müde und total erschöpft ist, aber trotzdem schlecht schlafen kann, der sollte aufpassen.” Die Erschöpfung breitet sich auf mehreren Ebenen aus: geistig, seelisch, aber auch körperlich. Burnout-Patienten können nicht nur für sich selbst gefährlich sein, wer gereizt ist, nervt auch andere. Ausgebrannte Menschen können sich aber auch zurückziehen, in der Isolation landen.
In beiden Fällen helfen Coaches, wieder eine Beziehung zu sich selber herzustellen. Die Helfer zeigen Techniken auf, wie sich die Betroffenen selbst helfen können und wie sie ihre Lebensgeister wecken. Sie müssen erkennen, was ihnen gut tut. Nächster Schritt sind Entspannungstechniken zu erlernen, etwa Qi Gong oder Autogenes Training. Beherrschen die Patienten das, können sie sich einerseits gehen lassen und sich andererseits auf Dinge beschränken, die Geist, Seele und Körper gut tun. Und nach dem Coaching ist den Meisten auch klar, dass es notwendig ist, auch einmal “Nein” zu sagen.

Floaten als Geheimtipp für Stressabbau

Jedes Kind weiß heute, dass zu viel Stress ungesund ist. Doch wenig bekannt sind manche Methoden, wie man dem Stress entkommen kann. Eine Methode wollen wir in diesem Beitrag vorstellen: das Salzwasser-Floaten.

Viele Möglichkeiten gibt es, Wellness und Entspannung zu fördern. Professionelle Hilfe erreicht man hier in eigens eingerichteten Zentren. Gut hundert davon bieten auch “Floating” an. Hierbei begibt man sich für etwa eine Stunde in einen mit Salzwasser gefüllten Tank. Im Idealfall ist man alleine oder als Paar in einem von Geräuschen abgeschlossenen dunklen Raum, also ganz ohne Außenreize. Die Salzkonzentration entspricht derjenigen des Toten Meeres. Wer sich noch nicht an die Abgeschiedenheit gewöhnen kann, darf anfangs bei Licht noch etwas ruhige Musik hören. Wer auf diese Entspannungsmethode schwört, nutzt sie im Schnitt zwei Mal im Monat.

Was bedeutet Floaten für den Körper?

Als Erfinder der Floating-Methode gilt der amerikanische Hirnforscher John C. Lilly, der in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts untersucht hat, wie sich eine komplett reizfreie Umgebung sich auf den Menschen auswirkt. Er kam so auf den Salzwasserbehälter, der im Stillen und Dunklen mehr als nur körperliche Entspannung bereiten kann. Die Anwender könnten, so Lilly, auch mental zur Ruhe kommen. Die Wärme des Wassers erhöht dabei den Erholungseffekt. Stresssubstanzen wie Adrenalin, Cortisol und Norepinephrine lassen sich durch diese Anwendung senken. Auf der anderen Seite werden hier Glückshormone freigesetzt. Diese Endorphine verstärken Wohlbehagen und unterstützen mentale Klarheit, wobei auch noch das Schmerzempfinden gesenkt wird. Die Betreiber solcher Einrichtungen sehen das Floating auch als Möglichkeit an zur Muskelentspannung und allgemein zum besseren Angehen seiner Alltagskonflikte. Das leuchtet ein, da ein innerlich ruhiger Mensch seine Probleme leichter lösen kann als jemand, der geistig und körperlich aufgewühlt ist.